Kim Blæsbjerg

Kim Blæsbjerg (geb. 1974) wuchs als Sohn einer Näherin und eines Schornsteinfegers in Lemvig an der Westküste im Norden Jütlands auf. Die ersten Schritte als Schriftsteller waren eine Flucht vor den Schwierigkeiten seiner Jugendzeit in der kleinen dänischen Provinzstadt. Das Schreiben war ein Traum von einer anderen, größeren Welt. Als der Traum später Wirklichkeit wurde, verwandelte er sich schrittweise von einer Flucht in eine Suche nach einer anderen Art und Weise, die Welt zu verstehen.

Blæsbjerg beschäftigt sich mit den Fäden, die Generationen und Einzelpersonen in einer Familie miteinander verknüpfen und die die Personen gleichzeitig daran hindern, davon freizukommen. Er beschreibt in epischer Breite die Beziehungen zwischen der persönlichen Geschichte des Einzelnen und der großen Geschichte der Gesellschaft, zu der alle gehören.

Über den ersten Band von Desertørerne (Die Deserteure) schrieben die Kritiker u.a., dass „der übergeordnete Gedanke der Zusammenhänge zwischen der Weltwirtschaft und dem zutiefst Persönlichen sehr schön dargestellt ist, so wie es in unseren Breitengraden selten anzutreffen ist“ (Tageszeitung Berlingske). Die Tageszeitung Information schrieb, der Roman ist „eine ambitiöse und lesenswerte Chronik Dänemarks, über Liebe, Familienleben und nicht zuletzt die moralischen Peilmarken, von denen wir weitgehend alle desertiert zu sein scheinen.“