Mette Sø

Mette Sø, 1968 in Kopenhagen geboren, legte mit Petit Petit 2010 ihren Debütroman vor und veröffentlichte seither weitere vier Romane. Radrennen, Schlüpferexport, Sabotageunternehmen und Holzfällerei sind die wenig traditionellen Berufsfelder der Protagonistinnen in Mette Søs Geschichten. Mit feinem Humor porträtiert sie Frauen, die dabei sind, sie selbst zu werden. Auf vergleichsweise wenigen Romanseiten entfalten sich große Geschichten und bunte Bilder, und wenn man Petit, Betty, Moskva und Kanel erst einmal kennengelernt hat, vergisst man sie so schnell nicht wieder.

„Einen Roman zu schreiben, ist für mich, als würde ich mich auf eine Entdeckungsreise begeben – ich bewege mich in einem Paralleluniversum, das ich selbst erschaffe, das aber auf seltsame Weise eigentlich nur darauf gewartet hat, entdeckt zu werden“, sagt Mette Sø. „Ich interessiere mich für die Energie und die Universen meiner Figuren, dafür, wie Struktur und Konsequenz der Erzählinstanz zu einem aktiven Teil der Persönlichkeit meiner Protagonistin werden. Für mich ist Literatur und Kunst eine einmalige Möglichkeit, andere Daseinsformen auszuprobieren und zu verstehen und mir unbekannte Universen kennenzulernen. Die Begegnung mit diesem anderen Blick beleuchtet meine bewusste oder unbewusste Art und Weise, mich in dieser Welt zu bewegen. Literatur erweitert den Horizont.“

Mette Sø hat zahlreiche staatliche Förderungen erhalten.